Alles neu macht der Mai!

In diesem Jahr haben wir zwei komplett neue Workshops im Programm aufgenommen, deren Titel darüber hinaus nicht jedem sofort verraten dürften, worum es in dem jeweiligen Workshop geht. Deshalb haben wir die beiden Teamerinnen des „Macht der Medien“- und des „Performance“-Workshops darum gebeten, uns in einem kleinen Interview noch mehr über ihre Workshops zu verraten. Vielleicht fühlt sich ja der ein oder andere inspiriert, etwas neues auszuprobieren.

 

Interview mit Luisa vom Macht der Medien Workshop

Worum geht es in deinem Workshop?

Ich möchte vor allem mit den Leuten diskutieren und versuchen, mit ihnen ein gemeinsames Verständnis darüber zu erarbeiten, was Macht ist, was Medien sind und wie mächtig oder unmächtig Medien sind, oder welchen Einfluss sie haben können.

Warum ist es denn in der momentanen politischen Situation wichtig, dass es auf dem Camp einen solchen Workshop gibt?

Ich glaube, es ist nicht nur in der aktuellen politischen Situation wichtig, dass man lernt bestimmte Inhalte zu hinterfragen und zu schauen, wo sie herkommen. Und beurteilen zu können, was sie für eine Relevanz haben und was dahinter steckt. Das ist nicht nur gerade wichtig, sondern eigentlich immer.

Wer sollte denn an dem Workshop teilnehmen? Wer ist geeignet?

Es sollten schon Leute sein, die Lust haben zu diskutieren. Sie müssen sich gar nicht viel selbst an der Diskussion beteiligen, aber es sollte nicht so sein, dass sie keinen Bock darauf haben oder von so etwas gelangweilt sind. Es ist kein Workshop, bei dem man später ein krasses Ergebnis hat, sondern eher einer, wo man etwas für sich selber lernt und sich gemeinsam etwas erarbeitet.

Wie bist du darauf gekommen diesen Workshop zu machen?

Ich hab sowas an der Uni schon gemacht und war dann letztes Jahr beim JMC in Kratzeburg. Da fand ich es voll cool, nicht nur mit Studenten so einen Workshop zu machen, sondern mit einem bunt gemischten Publikum. Leute, die nicht dasselbe studieren wie ich. Und dann hatte ich Lust, das selber mal zu machen.

Was ist dein erster Eindruck vom Platz hier?

Es gibt leider keinen See, das ist ein bisschen schade lacht

Aber ansonsten scheint es total schön zu sein. Auch das Haus ist schön.

 

Interview mit Anna vom Performance Workshop

Wie heißt du und welchen Workshop machst du?

Ich bin Anna und ich mache den Performance-Workshop

Wie bist du auf die Idee gekommen, den Performance-Workshop zu machen?

In letzter Zeit hab ich mich damit in der Uni beschäftigt, weil ich ein paar Seminare dazu belegt habe und hatte interessante Referenten. Im letzten halben Jahr habe ich auch mit einer Gruppe selber Tanzperformances entwickelt, aufgeführt und bin jetzt auch immer noch in einer Gruppe, beschäftige mich damit und finde es total spannend. Und jetzt würde ich es gerne mal in einem Workshop ausprobieren.

Glaubst du, dass es Vorurteile gegenüber dieser Kunstform gibt? Wenn ja, was würdest du entgegnen?

Ja, ich denk da gibt es Vorurteile. Aus dem Grund, dass es wohl noch recht unbekannt ist. Selbst als ich angefangen habe, mich damit zu beschäftigen und eigentlich auch bei jedem neuen Seminar, das ich dazu belegt habe, war es immer spannend: „Was kommt jetzt dabei raus?“.

Ich denke, Vorurteile bestehen auch deswegen, weil es ein bisschen schwierig ist, das in klare Worte zu fassen, so dass Leute sich wirklich etwas darunter vorstellen können. Und ein weiteres Vorurteil könnte sein, dass man denkt: man macht irgendwie ganz schräge Bewegungen, die man vielleicht gar nicht machen möchte. Aber ich entgegne: es ist wirklich eine ganz tolle, intensive Zeit, in der man sich sehr kreativ eben mal ganz anders mit seinem Körper auseinandersetzt. Und es ist ein bisschen wie Malerei, halt nur mal nicht mit Farbe und Papier, sondern eben einfach mit dem Körper, dem Raum und der Kreativität.

Das war ein sehr schöner Vergleich, finde ich. Wer ist denn für den Workshop geeignet, wer sollte teilnehmen?

Ich denke, Leute die schon mal Theater ausprobiert haben oder auch mal in irgendeiner Art eine Performance gemacht haben, sei es einfach auf der Bühne stehen und zu reden, zum Beispiel einen Vortrag zu halten, oder auch einfach kreativ tätig waren, zum Beispiel mit Malerei, die dann jetzt Lust haben einen Schritt weiter zu gehen, mal was Neues auszuprobieren in der Art. Und es sind auch Leute geeignet, die sich gerne bewegen – wobei es niemand sein muss, der jetzt hoch sportlich ist. Es ist ebenso was für die, die sich gerne intensiv mit einer Sache beschäftigen, vielleicht auch so etwas wie Meditation spannend finden.

Ist das irgendwie mit Tanztheater vergleichbar? Geht Performance in diese Richtung?

Ja, es geht in die Richtung, aber mit weniger erzählerischem, theatralischem. Es geht mehr um den Akt der Bewegung. Das performative Bewegliche. Auch mit Musik. Aber es ist kein Tanz. Es ist etwas Bewegtes, das man dann vorstellt.